Vita

Ajahn Michael RafalskiAjahn Michael, Anagarika
  • Heilpraktiker für Psychotherapie
  • Buddhistischer Laienmönch (Anagarika) in der Theravada- sowie der Yogacārā-Tradition
  • Lehrer für Meditation, Buddhismus & buddhistische Psychologie

Aufgewachsen in Münster / Westfalen, wohne ich nun seit Mai 2016 auf dem Land unweit der Ostsee, eine knappe halbe Autostunde östlich von Flensburg.

Werdegang:

Studium der kath. Theologie und Germanistik (o.A.); Ausbildung zum staatl. gepr. Übersetzer für Englisch und Französisch; Studium der Rechtswissenschaften und Fremdsprachenausbildung für Juristen;

Erste spirituelle Schritte: Meditationspraxis und spirituelle Unterweisung nach der Schule von Sri Sai Swami Kaleshwar;

Seit 2005:
Studium der buddhistischen Meditation beim ehrw. Bhante Vimalaramsi (USA) (anapanasati- und metta-vipāssana, Theravada‐Tradition); mehrfache Teilnahme an 14-Tage-Retreats in Deutschland und mehrfach Online‐Retreats;

2007:

Hinwendung zum Zen‐Buddhismus (tägliches Zazen und Teilnahme an Sesshins); hier auch erste Berührungen mit dem Taoismus und den mystischen Traditionen des Islam, des Christentums und des Hinduismus.

2008

Ausbildung zum Meditationsleiter an der Akademie House of Shamans (inzw. aufgelöst)

2009:

Wiederaufnahme der Studien buddhistischer Einsichts-Meditation unter besonderer Berücksichtigung der Lehre des ehrw. Bhante Sujiva (Malaysia; anapanasati und metta; Theravada‐Tradition); mehrere Intensiv-Retreats unter seiner Leitung (so z.B. in August 2011: 3-wöchiges Schweige-Meditations-Retreat in Pian dei Ciliesi, Italien) und Studium seiner Lehrbücher.

Bhante Sujiva

Bhante Sujiva

Seit 2010 auch intensives Studium der Suttas (Lehrreden des Buddha), vorwiegend der Majjhima Nikaya (= Mittlere Sammlung der Lehrreden).

2010 – 2015:

Tätigkeit als Dozent für Buddhismus und Meditation am Fachbereich Gesundheit der VHS Münster.

2012

Zeitlich begrenzter Aufenthalt mit Mönchsweihe im buddhistischen Kloster Wat Prayong, Thailand. (Foto-Galerie hier)

2013:

Prüfung vor dem Gesundheitsamt Recklinghausen zum psychotherapeutischen Heilpraktiker

2015:

Ordinierung zum Anagarika (Laienmönch) mit Abnahme der 8 Silas (Übungsregeln) sowie der „Bodhisattva-Gelübde“ durch den ehrwürdigen Bhante Dammadipa Thera (Yogacārā-Tradition)

Bhante Dhammadipa

Bhante Dhammadipa

2016:

Umzug nach Schleswig-Holstein und Ausbildung und Prüfung zur Fachkraft soziale Betreuung nach § 87b SGB XI bei der AGS Flensburg. Unmittelbar im Anschluss, Aufnahme der Tätigkeit als Betreuer.

Nach einer intensiven Phase der ZEN-Praxis und nachdem ich meine Erfahrungen mit ihr habe auf mich wirken lassen können, habe ich mich entschlossen, zu meinen „Wurzeln“ zurück zu kehren und praktiziere seither nur noch die aus dem Theravada-Buddhismus stammende Einsichtsmeditation; dies allerdings in Symbiose mit der Geisteshaltung des ZEN sowie der mystischen Richtungen der großen Religionen – ein Spagat, der, wie sich mir immer mehr zeigt, durchaus gelingen kann. Für mich ein (weiteres) Zeichen dafür, dass es Zeit ist, sich von Schulen, Traditionen und Dogmen zu trennen und stattdessen aus sich selbst zu schöpfen.

Seit ich meine Mönchsrobe abgelegt habe, lebe ich als Anagarika, eine Art „Laienordinierter“, der – im Gegensatz zu buddhistischen Laien – nach 8 Sīlas („Tugendregeln“, oder besser: Liebevollen Vorsätzen) lebt. Das sind zwei weniger als ein Novize auf sich nimmt, und dieser Status erlaubt mir, dass das weltliche Leben weitgehend von mir weiter geführt werden kann. So ist es z.B. erlaubt zu arbeiten,  mit Geld in Berührung kommen, ein Kfz zu führen, Gartenarbeiten zu erledigen, Essen zuzubereiten, nach Sonnenhöchststand zu essen und vieles mehr, was dem Theravada-Mönch ansonsten nicht gestattet ist.