Was ist QiGong

Zum Ursprung im alten China

Huang Di gelber Kaiser
Huang Di – der gelbe Kaiser

Qi ist Lebensenergie

Sitz-QiGong

Was ist QiGong in der Praxis und wie sieht sie aus?

Im Flow sein – einen stillen Geist kultivieren

Stiller Geist - Naturszene

Eins werden mit dem Dao

Einswerden mit dem Dao

Eine kleine Achtsamkeits- und QiGong-Übung

Stelle Dich einmal an das Küchenfenster und schau hinaus. Du kannst Deinen Blick in den Himmel richten oder auf die Straße, auf einen Baum – was immer Du von Deinem Fenster aus sehen kannst.

Nimm einen tiefen Atemzug und schaue einfach nur.
Nicht hinschauen, sondern nur schauen. Nicht hinsehen, sondern nur sehen. Wie ein Blick „ins Leere“, tagträumerisch, und als wärest Du „ganz weit weg“.

Die Augen sind ganz entspannt.
Entspanne nun bewusst über ein oder zwei Atemzüge Gesicht, Geist und Körper. Wie eine Welle der Entspannung, die an Deiner Nase mit dem Einatmen beginnt, über Deine Stirn fließt bis zu Deinem Scheitel, und mit dem Ausatmen entspannen sich Dein Kopf, Dein Gesicht und dann der Rest Deines Körper bis zu den Füßen. Vor allem die Schultern dürfen sich entspannen.

Sammle Dich ein wenig im gegenwärtigen Moment – schauen und atmen und lächeln.

Qigong-Übung:
Führe nun einmal Deine Hände, mit den Handflächen nach oben gerichtet, von etwa der Leiste aus aufwärts bis kurz unter Schulterhöhe und atme dabei sehr tief ein. Die Bewegung folgt dabei dem Atem.
Drehe die Hände, sodass die Handflächen nun nach unten zeigen, und führe die Hände wieder zurück bis kurz über Leistenhöhe. Atme dabei lächelnd tief aus. Halte Dein Lächeln.
Lass den Blick dabei weiterhin „ins Leere“ gehen, und wiederhole den Ablauf so oft und so lange, bis der Kaffee durchgelaufen ist oder das Teewasser kocht.

Es gibt viele kleine Situationen über den Tag verteilt, in denen Du so verfahren kannst: Beim Warten darauf, dass das Wasser im Wasserkocher kocht, die Mikrowelle fertig ist, das Bad frei wird und vieles mehr. Nutze diese Gelegenheiten für eine Kurzmeditation, sei es als Atembetrachtung oder als mettā-Praxis.

Wartezeit ist geschenkte Zeit. Vermeide also nach Möglichkeit, in das alte und beliebte Muster von „da könnte ich ja in der Zwischenzeit mal eben noch …“ zu verfallen.

Weiterführende Infos und Kurse


1 Dieser „Kaiser“ hat als Person nie wirklich existiert; er ist vielmehr die mythologische Weiterentwicklung der höchsten Gottheit, die im alten China verehrt wurde.

2 Zu finden in einem Buch namens Huang Di Nei Jing, „Das Buch über die innere Medizin“.

  • Quelle Bild Huang Di: uncertain – Outlines of Chinese History, by Li Ung Bing, ed. by Joseph Whiteside (Shanghai: 1Commercial Press, 1914), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4298124
  • Quelle aller anderen Fotografien: Danke an die Künstler auf der freien Bilddatenbank Pixabay

Von Shi Miao Dao

buddhistischer Mönch, Heilpraktiker für Psychotherapie und Lehrer für Buddhismus, Meditation und QiGong

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